Vereinshistorie – Sport Club Budokan Maintal e.V.
Die Budo Abteilung vor der Vereinsgründung (FTD Dörnigheim)
Die Wurzeln des heutigen Sport Club Budokan Maintal e.V. reichen zurück bis in das Jahr 1960. In diesem Jahr wurde die Judo-Abteilung der Freien Turnerschaft Dörnigheim ins Leben gerufen. Die Anfangsjahre waren von großen Herausforderungen geprägt, doch mit viel Engagement und Leidenschaft gelang es, eine stabile Grundlage für den späteren Erfolg zu schaffen.
Bereits in den 1970er-Jahren entwickelte sich die Abteilung zu einer festen Größe im regionalen Judosport. 1970 konnten die Senioren einen hervorragenden zweiten Platz in der Regionalliga erreichen, während die Nachwuchskämpfer bei zahlreichen Einzelmeisterschaften und Kyu-Turnieren beachtliche Erfolge erzielten. Im selben Jahr richtete die Abteilung das bis dahin größte Kyu-Turnier der Bundesrepublik aus, was bundesweit große Anerkennung in der Fachpresse fand. Höhepunkt dieser Zeit war ein Lehrgang mit dem mehrfachen Welt- und Europameister Anton Geesink, der die Qualität der Arbeit in Dörnigheim unterstrich.
In den folgenden Jahren knüpfte die Abteilung an diese Erfolge an. 1971 und 1972 erreichte die Seniorenmannschaft trotz starker Konkurrenz einen dritten Platz in der Regionalliga Hessen. 1973 wurde dieser Erfolg sogar gesteigert. Im selben Jahr kam es im Rahmen einer Städtepartnerschaft zu einem internationalen Vergleichskampf gegen eine französische Auswahl, der überzeugend gewonnen wurde und in einer Einladung zum Rückkampf nach Frankreich mündete.
Auch Mitte der 1970er-Jahre blieb die Abteilung erfolgreich. Besonders hervorzuheben ist Petra Wahnsiedler, die mehrfach auf Bezirks- und Landesebene erfolgreich war und 1977 sowie 1978 bei Deutschen Meisterschaften Spitzenplatzierungen erreichte. Doch äußere Faktoren wie Trainerwechsel, Abgänge und Krankheiten führten Ende der 1970er-Jahre zu einer sportlichen Stagnation.
Die Jahre von 1977 bis 1985 waren geprägt von Umbrüchen. Die Mitgliederzahlen stagnierten und die sportlichen Erfolge gingen zurück. Eine entscheidende Wende brachte das Jahr 1985: Mit nur 17 Jahren übernahm Ervin Susnik die Leitung der Abteilung. Mit außergewöhnlichem Engagement und klarer Vision führte er die Judo-Abteilung aus der Krise und baute sie zu einer der erfolgreichsten und mitgliederstärksten Abteilungen der Freien Turnerschaft aus.
Ab 1986 ging es wieder deutlich aufwärts. Turniere wurden organisiert, das Interesse in der Bevölkerung wuchs, und die Mitgliederzahlen stiegen kontinuierlich. Ein weiterer Meilenstein war die Ausrichtung eines internationalen Großturniers Anfang der 1990er-Jahre mit rund 600 Teilnehmern aus mehreren europäischen Ländern. Gleichzeitig wurde die Jugendarbeit massiv ausgebaut, was sich in zahlreichen Titeln auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene widerspiegelte.
In den frühen 1990er-Jahren etablierte sich die Abteilung auch sportlich auf höchstem Niveau. Athleten wie Sascha Damaschke sowie die erfolgreichen Kämpferinnen Alexandra Reisser und Nicole Dunstheimer sorgten für nationale und internationale Erfolge bis hin zu Deutschen Meisterschaften. 1992 gelang es sogar, Deutsche Meisterschaften nach Maintal zu holen, die mehrere Jahre erfolgreich ausgerichtet wurden.
Mit der Integration eines Karatevereins Anfang der 1990er-Jahre entstand schließlich die Budo Abteilung, die das sportliche Angebot erweiterte. Parallel dazu wurde die Zusammenarbeit mit Schulen intensiviert, wodurch eigene Trainingsräume – sogenannte Dojos – geschaffen werden konnten. Diese bildeten die Grundlage für eine noch professionellere Trainingsarbeit sowie die Durchführung von Lehrgängen und Kadermaßnahmen.
Ein besonderes Highlight war 1995 die Teilnahme am deutsch-japanischen Simultanaustausch, bei dem Mitglieder der Abteilung vier Wochen in Japan verbringen konnten – ein prägendes Erlebnis für alle Beteiligten.
1996 wurde das Angebot um Ju-Jutsu erweitert, wodurch die Budo Abteilung weiterwuchs. Im Jahr darauf folgte schließlich ein historischer Schritt: 1997 wurde die Budo Abteilung in die Selbstständigkeit entlassen.
Am 1. Januar 1998 wurde der Sport Club Budokan Maintal e.V. offiziell ins Vereinsregister eingetragen – der Beginn eines neuen Kapitels, aufgebaut auf fast vier Jahrzehnten engagierter Vereinsarbeit, sportlicher Erfolge und einer starken Gemeinschaft.
Aufbaujahre und Wachstum (1998–2008)
Mit der offiziellen Eintragung des Sport Club Budokan Maintal e.V. im Jahr 1998 begann eine neue Ära – geprägt von Aufbauarbeit, Gemeinschaftsgeist und einer klaren Vision für die Zukunft.
Die ersten Jahre von 1998 bis 2002 standen ganz im Zeichen harter Arbeit. Die Stadt stellte dem jungen Verein ein altes Asylheim zur Verfügung, das in unzähligen ehrenamtlichen Arbeitsstunden vollständig renoviert wurde. Mit großem Engagement und Zusammenhalt entstand so ein Vereinsheim, auf das alle Mitglieder mit Stolz blicken konnten – ein zentraler Ort für Sport, Begegnung und Vereinsleben.
Parallel dazu etablierte sich der Verein schnell als verlässlicher Ausrichter großer Sportveranstaltungen. Jahr für Jahr wurde die Deutsche Einzelmeisterschaft der U20 im Judo in der August-Schärttner-Halle in Hanau organisiert. Dank der tatkräftigen Unterstützung von Mitgliedern und insbesondere der Eltern wurde jede dieser Veranstaltungen zu einem großen Erfolg und stärkte den Ruf des Vereins weit über die Region hinaus.
Die kontinuierliche und erfolgreiche Arbeit blieb nicht unbemerkt: Als Anerkennung erhielt der Verein vom Main-Kinzig-Kreis zusätzliche Trainingsräume in der Werner-von-Siemens-Schule. In liebevoller Eigenleistung entstand dort ein zweites Dojo, das fortan auch größere Lehrgänge und Trainingsmaßnahmen ermöglichte und die sportliche Entwicklung weiter vorantrieb.
Im Jahr 2003 erweiterte der Verein sein sportliches Angebot um eine neue, außergewöhnliche Disziplin: Capoeira. Diese aus Brasilien stammende Mischung aus Kampfkunst, Tanz, Musik und Kultur brachte nicht nur sportliche Vielfalt, sondern auch neue Impulse in das Vereinsleben.
Ein schwerer Rückschlag folgte 2004: Ein heftiges Unwetter beschädigte beide Dojos erheblich, sodass Matten und Böden komplett erneuert werden mussten. Doch erneut zeigte sich der außergewöhnliche Zusammenhalt im Verein. Innerhalb von nur drei Monaten wurden die Schäden beseitigt und der Trainingsbetrieb konnte wieder aufgenommen werden.
Auch in den folgenden Jahren entwickelte sich der Verein stetig weiter. 2006 wurde eine Dartabteilung gegründet, die am Ligabetrieb teilnahm und das Vereinsleben um eine gesellige Komponente bereicherte. Ein Jahr später, 2007, kam Cheerleading als neue Sportart hinzu – zunächst für Jugendliche, später auch für Kinder im sogenannten Peewee-Team „Rascals“. Im selben Jahr wurde der Verein zudem mit dem Qualitätssiegel „Sport pro Gesundheit“ ausgezeichnet, was die hohe Qualität der sportlichen Angebote unterstrich. Gleichzeitig wurde mit Andreas Toth der erste festangestellte Mitarbeiter in der Geschäftsstelle eingestellt – ein wichtiger Schritt in Richtung Professionalisierung.
Das Jahr 2008 markierte schließlich einen weiteren Meilenstein. Der Verein erhielt erstmals zwei FSJ-Stellen, von denen eine mit Tanja Strecker besetzt wurde. Neben dem Sport engagierte sich der SC Budokan zunehmend auch im sozialen Bereich: Mit dem Projekt „Nachhilfe im Verein“ wurde Schülerinnen und Schülern Unterstützung in wichtigen Schulfächern angeboten. Dieses innovative Konzept wurde mit dem Dr. Harald Schmid Preis ausgezeichnet und zeigte eindrucksvoll, dass der Verein weit mehr als nur ein Sportanbieter war.
Zudem verstärkten Sonja Ederer und Daniel Packheiser als festangestellte Mitarbeiter das Team der Geschäftsstelle, wodurch die organisatorischen Strukturen weiter gefestigt werden konnten.
So entwickelte sich der SC Budokan Maintal in nur wenigen Jahren von einem jungen Verein zu einer festen Größe – sportlich erfolgreich, organisatorisch stark und gesellschaftlich engagiert.
Zwischen Wachstum, Rückschlägen und neuen Perspektiven (2009–2014)
Das Jahr 2009 markierte für den Sport Club Budokan Maintal e.V. einen wichtigen Meilenstein in seiner Entwicklung. Der Verein übernahm die Trägerschaft der Kinderbetreuung an der Werner-von-Siemens-Schule und weitete damit sein gesellschaftliches Engagement deutlich aus. Die Betreuung der Kinder der ersten bis vierten Klassen fand fortan im Vereinsheim statt und wurde zu einem zentralen Bestandteil der Vereinsarbeit.
Gleichzeitig konnte der Verein auf sein zehnjähriges Bestehen zurückblicken. Im Rahmen dieses Jubiläums wurde der Vorstandsvorsitzende Ervin Susnik für seine Verdienste vom Hessischen Judoverband mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Eine weitere Würdigung erhielt der Verein mit dem ODDSET-Anerkennungspreis. Auch organisatorisch entwickelte sich der Verein weiter: Sonja Ederer und Andreas Toth schlossen erfolgreich ihre Ausbildung zum DOSB Vereinsmanager C ab.
Ein schwerer Einschnitt folgte im Jahr 2010. In der Nacht vom 22. auf den 23. Juni wurde das Vereinsheim durch Brandstiftung vollständig zerstört. Der entstandene Schaden von rund 250.000 Euro traf den Verein hart, da neben dem Vereinsheim auch die Geschäftsstelle und die Räume der Kinderbetreuung betroffen waren. Doch erneut zeigte sich die Stärke der Gemeinschaft: Die Stadt stellte kurzfristig Ersatzräume im Brüder-Schönfeld-Haus zur Verfügung, während die Geschäftsstelle vorübergehend ausgelagert wurde.
Bereits 2011 stand der Verein wieder auf stabilen Beinen und blickte nach vorne. Mit dem Besuch des japanischen Nationaltrainers Takafumi Shigeoka erhielt der Verein internationale Anerkennung. Zudem wurde der SC Budokan durch die Industrie- und Handelskammer als Ausbildungsbetrieb zertifiziert. Mit Susanne von Heyden begann die erste Ausbildung im Bereich Sport- und Fitnesskaufleute. Für sein Schulprojekt „Verein geht zur Schule“ wurde der Verein mit dem ODDSET-Zukunftspreis ausgezeichnet.
Ein weiterer Meilenstein war die Fertigstellung der neuen Sporthalle an der Werner-von-Siemens-Schule. In enger Zusammenarbeit entstand dort ein modernes, rund 400 Quadratmeter großes Dojo mit festverlegten Judomatten – optimale Bedingungen für Training und Wettkampf. Auch sportlich konnte der Verein überzeugen und richtete hochkarätige Meisterschaften wie die Südwestdeutschen Einzelmeisterschaften sowie die Hessischen Kata-Meisterschaften aus.
Im Jahr 2012 setzte sich diese positive Entwicklung fort. Mehr als 60 Dan-Träger trainierten im neuen Dojo, und der Verein wurde für sein soziales Engagement vom Landessportbund Hessen mit dem Heinz-Lindner-Preis ausgezeichnet. Das Sportangebot wurde weiter ausgebaut, unter anderem im Bereich Capoeira und Karate. Zudem wurde die Kooperation mit der Elisabeth-Schmitz-Schule in Hanau ins Leben gerufen.
2013 stand im Zeichen von Innovation und Anerkennung. Mit dem Selbstverteidigungskurs „Nicht mit mir“ wurde ein neues Angebot speziell für Frauen geschaffen. Der Verein richtete die Deutschen Kata-Meisterschaften aus und präsentierte sich erneut als hervorragender Gastgeber. Sima Hashempour wurde für ihre sportlichen und schulischen Leistungen mit der Pierre-de-Coubertin-Medaille geehrt. Zudem erhielt der Verein die Auszeichnung als „Stützpunkt Integration durch Sport“. Mit den erstmals ausgetragenen „Maintal Open“ wurde ein eigenes Turnierformat etabliert.
Das Jahr 2014 brachte schließlich weitreichende Entscheidungen für die Zukunft. Neben zahlreichen sportlichen Großveranstaltungen – darunter Landes- und Deutsche Meisterschaften im Judo und Ju-Jutsu – entschloss sich der Verein, ein neues Vereinsheim zu bauen. Mit einem Investitionsvolumen von rund einer Million Euro wurde ein zweistöckiges Gebäude geplant, das auf Wunsch der Stadt Maintal zunächst als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden sollte.
Auch organisatorisch wuchs der Verein weiter: Olga Bagci verstärkte die Geschäftsstelle, während Christoph Buccoli seine Ausbildung begann. Zudem wurde die Trägerschaft der Kinderbetreuung auf die Fritz-Schubert-Schule in Hochstadt ausgeweitet.
So waren die Jahre von 2009 bis 2014 geprägt von großem Engagement, bedeutenden Erfolgen, aber auch schwierigen Herausforderungen. Der SC Budokan Maintal entwickelte sich in dieser Zeit endgültig zu einem modernen, vielseitigen und gesellschaftlich tief verankerten Sportverein.
Erfolge, Herausforderungen und internationale Entwicklung (2015–2024)
Das Jahr 2015 zeigte eindrucksvoll die sportliche und organisatorische Stärke des Vereins. Der SC Budokan Maintal richtete zahlreiche hochkarätige Meisterschaften im Judo und Ju-Jutsu aus und etablierte sich weiter als verlässlicher Ausrichter auf nationaler Ebene. Sportlich sorgte Yasmine Namous mit ihrem Titel bei den Hessischen Meisterschaften für einen besonderen Erfolg. Gleichzeitig wurde das soziale Engagement weiter ausgebaut: Mit der Übernahme der Nachmittagsbetreuung an der Adolph-Diesterweg-Schule sowie der Versorgung mehrerer Schulen mit täglich über 300 frisch gekochten Mahlzeiten entwickelte sich der Verein zu einem wichtigen gesellschaftlichen Akteur. Auch personell wuchs der Verein mit neuen Auszubildenden wie Ardijana Ramic und Solveig Mohr weiter. Ein bedeutender Schritt war zudem die Entscheidung, das neue Vereinsgebäude zunächst als Flüchtlingsunterkunft zur Verfügung zu stellen.
2016 setzte sich diese Entwicklung fort. Die steigende Nachfrage in der Kinderbetreuung sowie die Vielzahl an ausgerichteten Meisterschaften unterstrichen die wachsende Bedeutung des Vereins. Mit insgesamt 38 Angestellten erreichte die Organisation eine neue Größenordnung. Gleichzeitig musste der Verein Abschied nehmen: Mit dem Weggang von Daniel Packheiser verlor die Geschäftsstelle eine prägende Persönlichkeit. Noch schwerer wog der Tod des Gründungsmitglieds Toan Ky Außerbauer, die den Verein über viele Jahre maßgeblich mitgestaltet hatte.
Auch 2017 zeigte sich der Verein „umtriebig wie eh und je“. Mit der Ausrichtung von acht Meisterschaften, darunter erstmals ein internationales BJJ-Weltranglistenturnier, wurde die internationale Ausrichtung weiter gestärkt. Ervin Susnik übernahm zusätzlich Verantwortung als Flüchtlingskoordinator im Main-Kinzig-Kreis. Für das Integrationsprojekt „Glücksmomente schaffen“ wurde der Verein mit dem ODDSET Zukunftspreis ausgezeichnet. Sportlich qualifizierte sich Konrad Peter für die Deutschen Meisterschaften der U21.
Im Jahr 2018 wurde der SC Budokan Maintal zum Judo-Ausbildungszentrum in Hessen ernannt – ein bedeutender Meilenstein. Neben zahlreichen Meisterschaften und internationalen Turnieren erhielt Ervin Susnik für seine Verdienste den 3. Dan. Mit dem Besuch des Olympia-Teilnehmers Eduard Trippel wurde die sportliche Qualität zusätzlich unterstrichen. Darüber hinaus entstand mit Partnervereinen eine gemeinsame Organisation zur Durchführung großer Turniere. Gleichzeitig schlossen Ardijana Ramic und Solveig Mohr erfolgreich ihre Ausbildung ab und wurden übernommen.
2019 war geprägt von sportlichen Erfolgen, aber auch strukturellen Einschnitten. Neben der Ausrichtung weiterer Meisterschaften wurde das Angebot um Gesundheitssport erweitert. Gleichzeitig führten Kündigungen von Trägerschaften zu personellen Einschnitten, die den Verein vor neue Herausforderungen stellten.
Das Jahr 2020 brachte – wie für viele Organisationen – einen Stillstand: COVID-19 bestimmte das gesamte Vereinsleben und ließ sportliche Aktivitäten weitgehend zum Erliegen kommen.
Das Jahr 2021 stand für den Sport Club Budokan Maintal e.V. weiterhin ganz im Zeichen der COVID-19 Pandemie und stellte den Verein vor außergewöhnliche Herausforderungen. Die Auswirkungen waren deutlich spürbar: Sämtliche Angestellten befanden sich zeitweise in Kurzarbeit. Dennoch bewies der Verein erneut seine gesellschaftliche Verantwortung und Handlungsfähigkeit.
In enger Zusammenarbeit mit der Maintaler Ärztin Dr. Alexandra Borgmann organisierte der Verein Corona-Schnelltests für Mitarbeitende sowie Kinder der Betreuungseinrichtung Regenbogenhaus. Darauf aufbauend wurde gemeinsam eine Impfaktion speziell für Kinder ins Leben gerufen – ein starkes Zeichen für Engagement über den Sport hinaus.
Parallel dazu gelang dem Verein eine organisatorische Meisterleistung: Aufgrund politischer Unruhen in Israel mussten die Ju-Jutsu-Europameisterschaften kurzfristig verlegt werden. Der Deutscher Ju-Jutsu Verband trat an den SC Budokan Maintal heran, um die Ausrichtung zu übernehmen. Innerhalb von nur sechs Wochen plante der Verein gemeinsam mit dem Verband dieses Großereignis und holte erstmals eine Europameisterschaft nach Maintal.
Die Durchführung überzeugte auf ganzer Linie, sodass der Verein im Anschluss auch mit der Ausrichtung der Europameisterschaften der Altersklassen U18 und U21 betraut wurde. Beide Veranstaltungen – die der Erwachsenen im Juli sowie die der Nachwuchsklassen im September – fanden unter strengen Pandemiebedingungen statt und verlangten höchste organisatorische Präzision.
Auch sportlich konnte der Verein große Erfolge feiern: Abdurahman Katsumata gewann in der U18 die Goldmedaille in der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm. Sein Bruder Abdusalam Katsumata sicherte sich den Sieg in der U16 bis 60 Kilogramm in der Disziplin BJJ/Ne-Waza. Für beide war es der erste Start für den SC Budokan Maintal bei einer Deutschen Meisterschaft – und direkt ein beeindruckender Einstand.
Ein weiterer Meilenstein wurde im November erreicht: Der Kredit für den Bau des neuen Vereinsgebäudes konnte vollständig abbezahlt werden – und das sogar zwei Jahre früher als geplant. Dieses Ergebnis unterstreicht nicht nur die wirtschaftliche Stabilität des Vereins, sondern auch die nachhaltige und vorausschauende Vereinsführung.
Trotz aller Widrigkeiten wurde 2021 damit zu einem Jahr, das den SC Budokan Maintal e.V. sowohl organisatorisch als auch sportlich auf ein neues Niveau hob.
Mit dem Jahr 2022 setzte der Verein seine internationale Entwicklung fort. Das European Training Camp im Ju-Jutsu wurde ins Leben gerufen und etablierte sich schnell als feste Größe. Sportler wie Abdusalam Katsumata sowie Mohammad Falahatpisheh und Marc Neumüller sorgten für sportliche Erfolge.
Auch 2023 blieb der Verein auf Erfolgskurs. Mit Rado Mollenhauer (Weltmeister Ju-Jutsu) als neuem Trainer und Patrick Schreier wurde die sportliche Kompetenz weiter gestärkt. Besonders hervorzuheben ist Maximilian Häusser, der Deutscher Meister wurde und international Erfolge feierte. Zudem richtete der Verein erneut internationale Turniere aus und bestätigte seine Rolle als bedeutender Standort für den Kampfsport.
Das Jahr 2024 brachte schließlich zahlreiche sportliche Höhepunkte auf nationaler und internationaler Ebene. Athleten wie Marc Neumüller, Anas El Daoudi und Mouad El Daoudi erzielten beeindruckende Erfolge. Mit dem Wechsel von Alexander Sak zum Verein gewann der SC Budokan einen internationalen Top-Athleten. Einen historischen Moment erlebte der Verein bei der Europameisterschaft, als Dr. Alexandra Borgmann, Peter Häusser, Alexander Sak und Rado Mollenhauer allesamt Goldmedaillen gewannen.
Auch abseits der großen Wettkampfbühnen zeigte der Sport Club Budokan Maintal e.V. im Jahr 2024 seine ganze Bandbreite. In der Ferienbetreuung der Sommerferien erlebten die Kinder der Betreuungseinrichtung Regenbogenhaus ein besonderes Highlight: Ein Ausflug zum Pferdehof der Betreuerin Bianca Füssel sorgte für unvergessliche Eindrücke und große Begeisterung bei den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Im August stellte der Verein erneut seine organisatorische Stärke unter Beweis und richtete das Bundes-Kata-Seminar im Judo aus. Parallel dazu waren Rado Mollenhauer und Patrick Schreier mit ihrem Wettkampfteam beim Glückauf-Cup im Ju-Jutsu in Gelsenkirchen vertreten und kehrten mit mehreren Medaillen nach Maintal zurück.
Ein weiterer wichtiger Schritt in der Nachwuchsförderung folgte im September: Mit Alexandra Ort begann eine neue Auszubildende ihre dreijährige Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement und verstärkte damit die Vereinsstruktur im organisatorischen Bereich.
Ein historischer Höhepunkt war das erste Oktoberwochenende: Erstmals fand in Deutschland das EJU Kata Tournament im Judo statt – ausgerichtet vom SC Budokan Maintal. Direkt im Anschluss organisierte der Verein die German Kata Open, sodass Maintal für zwei Tage zum Zentrum der europäischen Kata-Elite wurde und ein internationales Spitzentreffen des Judosports erlebte.
Auch sportlich setzte der Verein Maßstäbe: Bei der Ju-Jutsu-Weltmeisterschaft in Griechenland sorgten Dr. Alexandra Borgmann und Peter Häusser mit ihren Goldmedaillen für eine Sensation. Maximilian Häusser rundete das starke Abschneiden mit einem hervorragenden fünften Platz in der U21 ab.
Insgesamt unterstrich der Verein im Jahr 2024 seine herausragende Stellung als Veranstalter internationaler und nationaler Top-Events. Zu den ausgerichteten Meisterschaften und Veranstaltungen zählten unter anderem drei Turniere der JJLG im Brazilian Jiu-Jitsu, ein internationaler Kata-Lehrgang, die Deutschen Pokalmeisterschaften im Judo sowie das EJU Kata Tournament und die German Kata Open.
Damit setzte der SC Budokan Maintal e.V. seine Erfolgsgeschichte konsequent fort – sowohl im sportlichen Bereich als auch in der engagierten Nachwuchs- und Vereinsarbeit.
…wird fortgesetzt!
Alle Meisterschaften die in diesen Jahren ausgerichtet/veranstaltet wurden findet Ihr >>HIER<<









